Asthma in Zeiten der Erderwärmung

Marie Bannister, März 13, 2020

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass derzeit 235 Millionen Menschen jeden Alters an Asthma leiden. Etwa 8 Millionen Asthma-Patienten leben laut Lungenärzte im Netz in Deutschland. In den letzten Jahren sind die Zahlen dramatisch gestiegen. Viele verbinden dies mit Veränderungen in der Umwelt: Der Anstieg von Kohlendioxid (CO2) durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe beeinflusst die Erdatmosphäre, einschließlich der Temperatur. Welche Auswirkungen hat dies auf Menschen mit Atemwegserkrankungen? 

Der Anstieg von Emissionen, Treibhausgasen und CO2 erwärmen die Erdatmosphäre und können u.a. Hitzewellen, Waldbrände und Dürren auslösen. Diese Faktoren wirken sich negativ auf die Luftqualität aus. Zudem führt die globale Erwärmung zu dramatischeren Temperaturschwankungen. Eine aktuelle Studie ergab, dass Veränderungen des Klimas und der Luftqualität einen quantifizierbaren Einfluss auf Asthma und andere Atemwegserkrankungen haben. 

Asthma ist eine chronische Krankheit, bei der sich die Atemwege des Betroffenen entzünden und dadurch das Atmen erschwert wird. Da Asthma als eine Kombination aus genetischen und ökologischen Faktoren angesehen wird, ist es möglich, umweltbedingte Auslöser zu minimieren. Einige Faktoren sind angesichts der immer schlechter werdenden Luftqualität für Asthmatiker besonders wichtig. Zum Beispiel ist bekannt, dass sowohl sehr niedrige als auch hohe Temperaturen zu einem Asthmaanfall führen können, obwohl die Gründe dafür immer noch umstritten sind.

In jüngster Zeit ist der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Luftfeuchtigkeit stärker in den Vordergrund gerückt. Ein Diskussionspapier der Yale School of Forestry & Environmental Studies zeigt, wie der Klimawandel die Luftfeuchtigkeit erhöht und damit die Auswirkungen der Hitzewellen verstärkt. Luftfeuchtigkeit ist die Menge an Wasserdampf, die in der Luft vorhanden ist. Sowohl zu viel als auch zu wenig Feuchtigkeit können die Symptome von Asthma verstärken.

Eine Studie zeigte zum Beispiel, dass vor allem eine kalte und trockene Luft bei Patienten mit Asthma eine Bronchokonstriktion hervorruft. Dies bezeichnet eine Verengung der Atemwege in der Lunge, wodurch das Atmen erschwert wird. Gleichzeitig wurde in einer weiteren Studie mit verschiedenen Temperaturen und unterschiedlichem Gehalt an Luftfeuchtigkeit experimentiert, um die Auswirkungen auf Asthmapatienten zu untersuchen. Das Ergebnis: Die Atemwege haben sich bei heißer und feuchter Luft viel schneller verengt, als bei kalter und trockener. Damit hat die Studie Luftfeuchtigkeit als einen Risikofaktor für Asthma belegt. So kann die Aufrechterhaltung eines guten und moderaten Feuchtigkeitsniveaus zur Linderung der Asthma-Symptome beitragen.

Darüber hinaus ist bekannt, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung verursacht. Dies ist nicht nur unansehnlich: Schimmelpilzsporen sind ein weiterer Auslöser für Asthmatiker. Nach Angaben der Asthma and Allergy Foundation of America sind Schimmelpilzsporen klein genug, um eingeatmet zu werden: Sie können somit in die Lunge gelangen und Asthma-Symptome auslösen.

Ebenso bieten hohe Luftfeuchtigkeit und moderate Temperaturen das ideale Klima für Hausstaubmilben. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund erklärt: „Da Hausstaubmilben ganzjährig auftreten, ist das Risiko für die Entwicklung eines allergischen Asthmas noch höher als bei einer saisonalen Allergie. […] Die Hauptvermehrungszeit der Hausstaubmilben liegt in den Monaten Mai bis Oktober. Mit Beginn der Heizperiode und der damit verbundenen Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit stirbt die größte Menge der Milben ab. Damit hat sich die maximale Menge an Exkrementen angesammelt, so dass die Beschwerden für Hausstaubmilben-Allergiker in dieser Zeit am größten sind.“

Tipps für Asthmatiker:

  • Halten Sie die relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen unter 50%, um die Ausbreitung von Hausstaubmilben zu verhindern und zwischen 30%-50%, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Unsere Tipps zur Luftfeuchtigkeit im Haus helfen, die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu minimieren.
  • Wenn die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu niedrig ist, sollten Sie den Kauf eines Befeuchters in Betracht ziehen.
  • Obwohl die Kontrolle der Außenluftqualität nahezu unmöglich ist, können Sie die Luftfeuchtigkeit und viele andere Faktoren, die das Raumklima beeinflussen hier verfolgen.

Häufige Auslöser von Asthma sind laut Experten:

  • Rauchen: Das Einatmen von Tabakrauch ist sowohl ein Auslöser für Asthma als auch eine Ursache für andere Lungenerkrankungen.
  • Allergien: Menschen, die unter Allergien gegen Tierhaare, Hausstaubmilben und Pollen leiden, finden oft, dass dies weitere Auslöser für ihr Asthma sind.
  • Infektionen: Zum Beispiel Erkältung und Grippe.
  • Gifte und Chemikalien: Neue Möbel oder Reinigungsmittel geben oft flüchtige organische Verbindungen (TVOCs) ab. Diese Tipps helfen, den VOC-Gehalt zu minimieren, um das Risiko einer zusätzlichen Reizung der Atemwege zu verringern. 
  • Wetterveränderungen: Plötzliche Wetterumschwünge können zu einem Asthmaanfall führen.
  • Luftfeuchtigkeit: Übermäßige Feuchtigkeit fördert die Entwicklung von Allergenen wie Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen, die die Lungen reizen.

Betroffene sollten die Werte für Feuchtigkeit, Temperatur und TVOCs in ihrer Raumluft kontinuierlich verfolgen. So können Sie direkt entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Luftqualität zu optimieren und die Auslöser von Asthma zu minimieren. Darüber hinaus sollten natürlich ärztlicher Rat befolgt werden. Die Luftfeuchtigkeit im Freien ist schwer zu kontrollieren, aber ärztlich verschriebene Inhaliergeräte helfen auch, die Symptome zu lindern.

Quellen:

 

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