Was wir messen: Feinstaub (PM) am Arbeitsplatz

Marie Bannister
November 17, 2021

Die Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub, ist wegen der globalen Erwärmung und ihrer Auswirkungen auf unsere Gesundheit ständig in den Nachrichten.

In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Punkte ein, die Sie über Feinstaub wissen müssen, damit Sie Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter schützen können. 

91% der Menschen, die in Städten leben, atmen keine gesunde Luft1

Inhalt:

Was ist Feinstaub und warum sollten Sie mehr darüber erfahren? 

Feinstaub setzt sich aus einer Reihe von in der Luft schwebenden Staub-, Schmutz- und Flüssigkeitspartikeln zusammen2. Einige davon sind groß genug, dass man sie sehen kann, wie Rauch, Smog oder Ruß. 

Am schädlichsten sind jedoch die kleineren, unsichtbaren Partikel. Praktischerweise lassen sich Feinstaubpartikel nach ihrer Größe kategorisieren. So hat PM2,5 beispielsweise einen Durchmesser von weniger als 2,5 Mikron. PM2,5 (auch als Feinpartikel bekannt) können in die Lunge und sogar in den Blutkreislauf gelangen3.  PM1 sind also kleinere Partikel als PM2,5. Einfach ausgedrückt ist die Luft am Arbeitsplatz gesünder, je weniger Feinstaubpartikel in der Luft sind. 

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Wie wirkt sich PM auf die Gesundheit von Menschen in Büros, Gesundheitszentren und Bildungseinrichtungen aus?

Die Feinstaubbelastung, die unter anderem durch Emissionen und industrielle Prozesse verursacht wird, ist eine wichtige Ursache für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen4. Da diese Partikel in Innenräumen eingeschlossen werden können, insbesondere bei HLK-Anlagen, die Frischluft von außen ins Innere bringen, ist die Überwachung von entscheidender Bedeutung. 

{}Die WHO schätzt, dass jedes Jahr etwa 7 Millionen Menschen an der Belastung durch Feinstaub in verschmutzter Luft sterben5

Darüber hinaus zeigen Forschungsergebnisse, dass unsere Gesundheit durch die Feinstaubbelastung in drei wesentlichen Bereichen beeinträchtigt werden kann: 

  • Reizung der Augen, Ohren, Nase und des Rachens: Feinstaub kann Entzündungen verursachen, auch wenn die Schleimhäute in Ihrer Nase alles tun, um größere Partikel herausfiltern. Einige Studien zeigen, dass steigende Zahlen von Nebenhöhlenoperationen auf das Einatmen von Feinstaub zurückzuführen sind.9 Kurzfristige Folgen sind eine laufende Nase, Niesen und juckende Augen.10
  • Auslösen von Asthma und Allergien: Da Feinstaub Entzündungen der Atemwege verursachen kann, sind Menschen mit Asthma besonders anfällig für seine Auswirkungen und es trägt so auch zur Entwicklung der Krankheit bei8. Feinstaub wird darüber hinaus auch mit allergischen Reaktionen der Atemwege, wie Heuschnupfen, in Verbindung gebracht12. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Sie das Leben von Asthmatikern durch Optimierung der Raumluftqualität verbessern können. 
  • Verschlimmerung von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen: Die Partikel können bei Menschen mit koronaren Herzkrankheiten, kongestiver Herzinsuffizienz oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) vermehrte Beschwerden verursachen oder diese verschlimmern10.

All dies kann zu Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern und natürlich zu mehr Krankheitstagen führen.

Auch Bildungseinrichtungen und Einrichtungen des Gesundheitswesens sind dieser Gefahr ausgesetzt. Studien haben ergeben, dass die Verschmutzung Menschen ein Leben lang beeinträchtigen kann. Eine Studie hat ergeben, dass Kinder und ältere Menschen zu der am stärksten von den Auswirkungen von Feinstaub betroffenen Gruppen zählen11. Indem Sie mit der Airthings Business-Lösung  die Feinstaubbelastung in Innenräumen überwachen, gewährleisten Sie, dass Ihre Gebäude sicher sind.

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Wie ensteht Feinstaub?

Feinstaub stammt aus von Menschen verursachten und natürlichen Quellen. Vom Menschen verursachter Feinstaub kann durch Industrie, Bauarbeiten, Mülldeponien, Landwirtschaft, Kraftfahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren und Abrieb von Bremsen und Reifen entstehen12

Zu natürlichen Quellen zählen  Waldbrände, pollenproduzierende Pflanzen, aufgewirbelte Gischt aus Wasser, Boden und sogar Vulkane und andere seismische Aktivitäten. "Sekundäre Partikel" entstehen, wenn Gase in der Luft reagieren und Feinstaub bilden. Stickoxide, die vom Verkehr emittiert werden, und einige Industriegase können auf diese Weise zu Feststoffen oder Flüssigkeiten werden13
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Was kann ich tun, um die Feinstaubwerte an meinem Arbeitsplatz zu reduzieren?


Es gibt Möglichkeiten, wie ein Unternehmen seine Mitarbeiter vor hohen Feinstaubwerten schützen kann. Hauptquelle von Feinstaub in Räumen ist von außen kommende Luft, die sich dann drinnen ansammelt. Folgend haben wir Ihnen unsere einfachen Schritte zur Reduzierung der Feinstaubwerte am Arbeitsplatz zusammengestellt.

Schritt 1: Überwachen Sie die Werte


Zunächst müssen Sie bestätigen, dass bei Ihnen hohe Feinstaubwerte vorliegen. Die Airthings for Business-Lösung lässt sich innerhalb von Minuten einrichten und macht dank kabelloser Überwachungselemente, die von Akkus mit langer Laufzeit betrieben werden, die Feinstaubüberwachung einfach. 

Schritt 2: Stellen Sie Nachforschungen an 


Tritt das Problem kontinuierlich auf? Und melden alle Ihre Sensoren hohe Feinstaubwerte? Wenn nur ein einziger Bereich betroffen ist, könnte es sein, dass eine Quelle im Gebäude für die hohen Werte verantwortlich ist. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie nur zu bestimmten Tageszeiten hohe Werte verzeichnen: Dies könnte an bestimmten Tätigkeiten liegen. Vielleicht treten die hohen Werte z. B. dann auf, wenn das Gebäude gereinigt wird. Staubsaugen und andere Reinigungsaktivitäten können Staub aufwirbeln und somit für hohe Sensorwerte sorgen.

Schritt 3: Führen Sie Untersuchungen im Freien durch


Wenn Sie bestätigt haben, dass das Problem kontinuierlich auftritt, kann es sinnvoll sein, die Luft draußen in der Nähe Ihres Unternehmens zu untersuchen. Es könnte sein, dass verschmutzte Luft in Ihr Gebäude dringt. Das Airthings-Dashboard zeigt Ihnen die lokalen Feinstaubwerte im Freien und in Ihren Räumlichkeiten an.

Schritt 4: Überprüfen Sie Ihre HLK-Anlage


Überprüfen Sie, ob Ihre Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlage ordnungsgemäß funktioniert. Wenn das der Fall ist, trägt ein einfaches Reinigen der Filter in Belüftungssystemen dazu bei, dass Partikel, die sich darin verfangen haben, nicht wieder in der Gebäudeluft in Umlauf gebracht werden. Auch ein Austausch der Filter in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagengeräten trägt dazu bei, dass frische Luft ins Gebäude gelangen kann. 

Schritt 5: Benötigen Sie bessere Filter?


Es gibt viele verschiedene Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen auf dem Markt. Wenn Sie hohe Feinstaubwerte verzeichnen, könnte es sein, dass Sie einen hochwertigeren Filter benötigen. Wie Sie bereits wissen, benötigen das Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen bei stärkeren Filtern mehr Energie zum Durchdrücken der Luft. Mithilfe von Airthings-Daten, die höhere Feinstaubwerte anzeigen, können Sie gegenüber den jeweiligen Entscheidungsträgern die Notwendigkeit eines Wechsels zu solchen stärkeren Filtern belegen. 

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Quellen:

1. https://breathelife2030.org/news/infographic-library/
2. www.blf.org.uk/support-for-you/air-pollution/types
3. www3.epa.gov/region1/airquality/pm-human-health.html
4. www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0925753518321349
5. https://www.who.int/airpollution/data/en/
6. www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6635701/
7. www.health.ny.gov/environmental/indoors/air/pmq_a.html
8. www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4465283/
9. www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0954611115001870
10. www.epa.gov/indoor-air-quality-iaq/indoor-particulate-matter
11. www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4740117/
12. /blog.breezometer.com/what-is-particulate-matter
13. /blog.breezometer.com/what-is-particulate-matter